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Ich erkenne die Endlichkeit dieses Lebens an

Heute möchte ich über ein Thema schreiben, mit dem uns diese Zeit stärker konfrontiert als sonst. Den Tod. Seit ich meine zweite Tochter durch ihre kurze Zeit hier auf Erden begleitet habe, sind mir drei Dinge bewusst geworden:

 

Erstens: Es ist eine Illusion eine Kontrolle über Leben und Tod zu haben.

 

Es gibt Krankheiten und Unfälle im Straßenverkehr, Haushalt und Garten. Ich bin dankbar, für unser fortgeschrittetens Gesundheitssystem. Gleichzeitig sehe ich es nicht als Versagen dieses Systems an, wenn der Tod eintritt. Denn der Tod ist ein Teil des Lebens.

 

Zweitens: In Wahrheit ist der Tod, das einzige, was wir mit Gewissheit vom Leben erwarten können.

 

Ich leben meine Leben jeden Tag so, dass – solle es plötzlich soweit sein – ich in Frieden sterben kann. Das bedeutet für mich, meine Beziehungen liebevoll zu gestalten. Alte Konflikte habe ich bereinigt. Und ich richte mich darauf aus, der Verwirklichung meiner Träume näher zu kommen. Ich gehe nicht davon aus, dass ich alles bis zu meinem Tod erledigt haben werde. Das muss ich auch nicht.

 

Ich möchte zurückblicken und sagen: ich habe in meinen Möglichkeiten mein Bestes versucht.

 

Dann würde ich mich gerne an den Stamm eines blühenden Frühlingsbaums lehnen oder einfach in meinem Bett einschlafen und meine Seele die nächste Reise antreten lassen.

 

Durch den Tod ihrer Schwester führen meine 7-jährige und ich oft hoch philosophische Gespräche. In der letzten Woche sagte sie zu mir: Aber Mama, wir sind doch hier gar nicht zu Hause. Ich: was meinst du - weil unser Haus gemietet ist? Sie: Nein, hier auf der Erde. Wir sind doch hier nur auf Urlaub auf der Erde. Und wenn wir streben, fahren wir einfach wieder heim.

 

Drittens: Egal, an was du nach dem Tod glaubst. Der Tod kann dich einladen dein Leben hier auszuschöpfen.

 

Die ganz Mutigen lade ich ein, eine Rede zu schreiben: Was soll am Ende eures Lebens über dich gesagt werden? Diese ist eine wunderbare Grundlage dein Leben auszurichten, um Ende zu sagen: Gut gemacht, ich kann nun gehen. Oder vielleicht sogar: Yeah, what a ride!!!

 

Mögest du dein Leben hier und jetzt LEBEN.

 

Alles Liebe,

Sigrid 

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